Schneuwlys sind wieder da

Auch die dritte Staffel der satirischen Doku-Soap «Experiment Schneuwly» zelebriert den absurden und schräg-kruden Humor. Dieses Mal tauchen Hansjörg und Margrit Schneuwly (Matto Kämpf und Anne Hodler), das stockbieder Ehepaar aus Grosshöchstetten, in die Welt der Fortpflanzung ab und besucht Kinderwunsch-Seminar, Tantra-Massage-Kurs und Swinger-Club, stets begleitet von Herrn Schneeberger und dessen Filmteam. Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier

Pre-Release Konzert

Wer eine Platte mit Covers von Metal-Songs aufnimmt, muss dann auch im Metal-Plattenladen spielen. Versteht sich von selber. Aber Keine Sorge, THE MONOFONES machen immer noch Garagenpunk, obwohl der Look auf dem Flyer ja durchaus verlockend wäre.  Am Samstag 22.12. spielen wir um 15 Uhr im Outsider Shop Olten live unser neues Album «Fröm Höll» (offizieller Release 11.1.19) . Wer also noch auf der Suche nach exklusiven Weihnachtsgeschenken ist, Hallelujah!

outsider

 

Mehr Hund!

Liebe Sirona,

«Jösses, ist das ein Herziger! Gell du, ja du du du, so ein Herziger aber auch! Hooooi, hoooi du! Och herrjeh, du du duuu, bist du aber ein Herziger, jööööö, gell, so ein Herziger, hooooi, hooooi!»
poller
Diese Art von Äusserungen musst du beim Gassigehen ab und zu über dich ergehen lassen, gell Sirona. Als distinguierte Hundedame im besten Alter weisst du die Vollbekloppten-Sprache, zu welcher wir Menschen neigen, wenn wir mit deinesgleichen sprechen, aber mit Würde zu ertragen. Frau Feuz nimmt sich da übrigens keinesfalls aus, sondern marschiert ganz vorne mit im Vollbekloppten-Sprach-Umzug. Blicke ich in braune Hundeaugen, hör ich mich plötzlich eine halbe Oktave höher sprechen und Dinge sagen wie: «Gömer use, he, gömer use? Use? Ja, wottsch use, he? Chumm, mir gö use! Gö mer use?! Use, he?! Use! He? Chumm, iz gömer use!» Ich sags ja: vollbekloppt. Aber item.

Die ganze Kolumen in Der Bund (12.12.18) gibts hier zu lesen

«Donkey, der Schotte… »

Warum nicht einfach mal die Ratio über Bord werfen und gegen Windmühlen anreiten?! Ariane von Graffenried und Martin Bieri haben mit «Donkey, der Schotte und das Pferd, das sich Rosi nannte» einen Ritterschinken von 1605 – Miguel de Cervantes «Don Quijote» – für die Neuzeit adaptiert. Darüber freuen sich im Stadttheater Bern nicht nur die Kinder. Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier

Neue Musik goes Fussball

Experimentelle Musik und Fussball sind zwei Dinge, die man nicht auf Anhieb miteinander in Verbindung bringen würde. Das Netzwerk für Neue Musik Pakt Bern tut nun genau das. Am Samstag 8. Dezember 2018 wird das Neufeldstation im Rahmen des Projektes «flash! run and relay» zum grossen begehbaren Klangraum. Auf dem Spielfeld, der Rennbahn, auf der Tribüne und in den Katakomben werden Konzerte veranstaltet und Installationen aufgebaut mit komponierter und improvosierter Musik.

Nebst verschiedenen professionellen Musiker*innen werden auch junge Herren aus dem YB-Nachwuchs mittun. Schlagzeuger Pascal Viglino und Thomas Jacobi vom Musikvermittlungsprojekt Tönstör haben zusammen mit YB-Junioren im Alter von 11-13 Jahren musikalische Interventionen vorbereitet. Ein Besuch bei den Proben zeigt: Der YB-Nachwuchs beweist Rhythmusgefühl. Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier

«War of the Worlds»

Orson Welles Meisterstück der Radiogeschichte «War of the Worlds» feiert seinen 80. Geburtstag.

In den Tagen nach der Ausstrahlung 1938 vermeldeten amerikanische Zeitschriften, dass «War of the Worlds» für Massenpaniken gesorgt habe, weil viele Hörer*innen die vermeintlichen Angriffe von Marsianern für real gehalten hätten. Heute gehen Expert*innen davon aus, dass eine solche Massenpanik wohl kaum stattgefunden haben dürfte. Vielmehr hätten Zeitungen das Hörstück zum Anlass genommen, den Radioleuten Verantwortungslosigkeit und Irreführung vorzuwerfen. Somit kann Orson Welles 60-minütiges Hörspiel durchaus als Lehrstück zitiert werden, welches Mechanismen im Umgang mit neuen Medien offenlegt. Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier

«Guru sein wäre schon sehr o.k.»

Sakral, verdrögt, bombastisch und unberechenbar: Das Ostschweizer Duo Lord Kesseli and the Drums versammelt auf seinem zweiten Album «Melodies of Immortality» Musik, die nicht ganz von dieser Welt ist.
kesseli
«Guru sein wäre schon sehr o.k.», sagt Dominik Kesseli in breitem Ostschweizer-Dialekt. Der 38-Jährige hätte optisch denn auch durchaus Potenzial zum Vorsteher irgendeiner obskuren Sekte: Kajal-umrandete Augen, langes Haupthaar, das schon vollere Tage gesehen hat, Bart, weisse wallende Gewänder und Kette mit kultischem Anhänger. So präsentiert sich Dominik Kesseli, wenn er zusammen mit Michael Gallusser auf der Bühne als Lord Kesseli and the Drums agiert. Dass das Duo zudem bei seinen Konzerten gerne exzessiv mit Weihrauch und Räucherstäbchen hantiert, potenziert die verschrobene Exzentrik noch. «Die Leute in St. Gallen haben teilweise das Gefühl, ich sei total durchgeknallt», sagt Kesseli und lacht.

Der ganze Beitrag in Der Bund (29.11.18) gibts hier zu lesen.

To The Heart To the Hood

uristierWir schreiben das Jahr 1993. Im 470-Seelen-Dorf Schwanden ob Sigriswil nimmt das Leben seinen gewohnten Gang. Der Bauer kurvt mit Traktor und «Bschüttifass» über die Weide, derweilen ein Büsi beim «Cherplatz» ein Mittagsschläfchen an der Sonne hält. Da erklingt aus der Waschküche des Gasthof Rothorn eine brachiale Tonkunst, die so gar nicht in die beschauliche Landidylle passen will. Uristier haben Bandprobe – die Kühe fürchten um ihr Leben.

Heute, 25 Jahre später, können Uristier 20 Veröffentlichungen auf ihrem Bandkonto verbuchen – ihr frontal angelegter Mundartpunkrock sorgt bei Hochkultur-Feuilltonisten aber immer noch für Stirnrunzeln. Zum Glück! Denn nicht musikalische Perfektion macht den eigenwilligen Charme dieser Band aus, sondern die Tatsache, dass Uristier in ihrem Tun stets den Grundgedanken der Punk- und Hardcore-Bewegung gelebt und verkörpert haben: DIY, Do it yourself, selber machen. Einer auf Perfektion ausgerichteten Gesellschaft wird selbstironischer Dilettantismus entgegengehalten, statt Hochglanz zählt Authentizität und Freundschaft, statt Metal-Hochburg Wacken, Openair beim Skilift Schwanden.

In diesem Sinne ist auch das vorliegende Tribut-Album «To The Heart To The Hood» zu verstehen, initiiert von einem, der auch gerne einfach macht: Rudolf Jeremias Löffel. 25 Kombos unterschiedlichster Couleur hat der Uristier-Fan zusammengetrommelt, alle interpretieren sie Uristier-Songs und erweisen damit nicht nur der Band die Ehre, sondern haben auch eine Hommage geschaffen an das kreative und gemeinschaftliche Tun in sämtlichen Bandräumen aller «Chrächen» dieser Welt. (Frau Feuz’ Editorial zu «To the Heart to the Hood»)

Zur Youtube-Playliste mit sämtlichen Coverversionen gehts hier

Abenteurer Rudolf Häsler

In seinem Dokumentarfilm «Odisea de una vida» zeichnet der Berner Regisseur Enrique Ros das abenteuerliche Leben des Malers Rudolf Häsler nach. Der 1927 in Interlaken geborene Häsler war im revolutionistischen Kuba zeitweilig als hohes Regierungsmitglied tätig, bevor er in Ungnade fiel und mit seiner Famile nach Spanien reiste, wo er bis bis zu seinem Tod 1999 lebte und malte. Zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe gehts hier

«Rudolf Häsler – Odisea di una vida» wird am am 24.11.18 im Rahmen des Berner Filmwochenendes BE MOVIE gezeigt.