Clever gärtnern

Sie haben wenig Zeit und möchten trotzdem eigenes Gemüse im Garten
oder auf dem Balkon ziehen? Nutzen Sie dazu natürliche Selbstregulierungs-Vorgänge und das Zusammenspiel der Natur, denn diese weiss am besten, was sie braucht. Voilà, willkommen in der Welt der Permakultur!

Am Dienstag 30.4.19 (18:15 – 19:45) und Donnerstag 12.9.19 (12:15 – 13:45) unternimmt Frau Feuz mit Permakultur-Designer Janick Peter einen Spaziergang durchs Lorraine Quartier. Informativ und anschaulich erklärt dieser an konkreten Beispielen, wie der eigene Garten oder Balkon zum blühenden Paradies werden kann.

Weitere Informationen und Anmeldung hier

Lieber grosser Bruder

in meiner Wohnung kann man derzeit prima lustwandeln. Genauso wie es früher die noblen Herrschaften in den Irrgärten vor ihren barocken Schlössern taten. Nur werden in den feuzschen vier Wänden die Abzweigungen, Kreuzungen und Sackgassen («Sack» hihi) nicht durch Hecken, sondern durch Bananenkisten gebildet. Umziehen ist das Hinterletzte und Marie Kondo eine blöde Kuh. Aber das hatten wir ja schon (siehe Poller vom 23. Juli).

Nebst dem, dass man nach Umzügen in der neuen Wohnung nichts mehr findet, sieht man auch nichts mehr, sobald die Sonne untergegangen ist. Ob ich denn grundsätzlich mit dem Konzept Lampe vertraut sei, fragtest du kürzlich, lieber grosser Bruder, als du zum ersten Mal auf Besuch kamst im neuen Heim. Als ob Stirnlampen keine Lampen wären, pfff.

Die ganze Poller-Kolumne in Der Bund (28.8.19) gibst hier

Das Ende ist selten vernünftig

Chlöisu Friedlis legendäres Album «Wohäre geisch?» erscheint 37 Jahre nach der Erstveröffentlichung erneut. Es zeigt, wie aktuell die Poesie des Berners geblieben ist.

«I ga ga sünnele, tralalalala.» Nein, vor Nonsens schreckte er nicht zurück. Und wenn es seiner Meinung nach nichts mehr zu sagen gab, klappte er einfach den Klavierdeckel zu, egal wie unfertig ein Song dem Publikum erscheinen mochte. Die Rede ist von Werner ­Niklaus Friedli, genannt Chlöisu, seines Zeichens virtuoser Blues- und Jazz-Pianist und vielleicht der verkannteste Berner Musiker überhaupt.

Hier gehts zum ganzen Text zur neuen Vinyl-Ausgabe von «Wohäre geisch» in Der Bund (26.8.19) und hier zum Beitrag inklusive Interview mit Produzent Urs Hostettler für Radio RaBe

«Das zu spielen, ist seelisch erschöpfend»

Heidi Maria Glössner, die Grande Dame des Berner Theaters, stemmt im ­Effingertheater einen Monolog, in dem die Schriftstellerin Joan Didion den Tod von Mann und Tochter verarbeitet.

Heidi Maria Glössner (Bild: Christian Pfander)

Frau Glössner, in «Das Jahr magischen Denkens» bleiben Sie während des ganzen Stücks alleine auf der Bühne. Ist das schwieriger, als wenn da noch andere Schauspielende wären?
Im Gegenteil. Ich finde es viel einfacher, einen Monolog vorzutragen, weil ich dabei auf mich selber gestellt bin und nicht Besonderheiten meiner Kollegen einkalkulieren muss. Ich bin nicht jemand, der sich nur Stichworte merkt, sondern jemand, der immer auch die Textpassagen der anderen auswendig lernt, um inhaltlich voll in der Sache zu sein. Wenns Abweichungen gibt, irritiert das. Von dem her ist es entspannter, wenn ich nur für mich selber verantwortlich bin.

Zum ganzen Interview mit Heidi Maria Glössner in Der Bund (22.8.) gehts hier

Liebe Salt

Umziehen, also den Haushalt von A nach B verlegen, ist eine Tortur. Ein physischer und psychischer Saustress. Folter, Fegefeuer, ewige Hölle und Musical alles in einem.

Anfänglich geht man ja noch mit Euphorie zur Sache. «Auf in ein neues Leben, unnützer Ballast abwerfen, Marie Kondo ahoi!», denkt man. Ihnen sagt der Name Kondo nichts, werte Leserschaft? Marie Kondo ist Ordnungsberaterin. Die Japanerin hat nicht nur drei Bücher geschrieben, sondern erklärt auch in einer Netflix-Serie, wie Menschen kurz vor Messi (nein, nicht der Fussballer) Ordnung in ihr Puff zu Hause bringen können.

Die ganze Poller-Kolumne in der Bund (24.7.19) gibts hier zu lesen

Gurtenfestival 2019

In der 36. Ausgabe des Gurtenfestivals setzt das Organisatorenteam nebst grossen Namen auch auf Experimentelles und Unbekannteres. Gut so.

AnnenMayKantereit lassen nicht nur Mädchenherzen schneller schlagen

Eine solide Grundausbildung lohne sich eben immer noch, hält Ansager Simon Stalder fest, als er die erste Band auf der Hauptbühne ankündigt. Die Eröffnung der 36. Ausgabe des Gurtenfestivals übernimmt die belgische Rapperin Coely, wobei diese ihre Grundausbildung in einem Gospelchor absolviert hatte, bevor sie im zarten Alter von 17 Jahren in einem Jugendzentrum entdeckt und unter Vertrag genommen wurde. Seitdem stand die Rapperin mit kongolesischen Wurzeln im Vorprogramm von Sprechgesangsgrössen wie Kanye West, Kendrick Lamar oder Snoop Dogg auf der Bühne.

Die ganze Besprechung der ersten beiden Tage Gurtenfestival in Der Bund (19.7.19) gibst hier

Knallbunt mit Sahne

Die Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau wäre atemberaubend, würde da nicht eine dicke Regenwolke ihr Unwesen über dem Thunersee treiben. Bereits zum 17. Mal steht derzeit vor dem Thuner Strandbad eine wuchtige Bühne im Wasser, auf der die Seespiele stattfinden. Dieses Jahr ist die Spielstätte einem grossen Schiffsbug nachempfunden, worüber ein überdimensionales Abbild des Kopfes der Freiheitsstatue thront. So ist auch klar, welche Destination der Musical-Kahn im Verlauf des Abends ansteuert: New York.

Die ganze Besprechung zum Musical «ich war noch niemals in New York» in Der Bund (11.07.19) gibts hier zu lesen