Tommy Vercetti «Patient Null»

Mit «Patient Null» gibt der Berner Rapper Tommy Vercetti eine EP heraus, auf der er seinem Kerngeschäft nachgeht: der Kapitalismus- und Sozialkritik. Aber nicht nur.

«Die Live-Band hat meinem Flow gut getan», sagt Tommy Vercetti (Bild: Janosch Abel)

Dieses Jahr wird auf allen Radio- und TV-Kanälen der 30. Geburtstag des Schweizer Raps gefeiert. «Ich bin erschreckend lang dabei», sagt Simon Küffer und lacht. Zwölf Jahre alt war er, als er mit derjenigen Musik in Berührung kam, die von der anderen Seite des Atlantiks nach Europa schwappte, und es sollte nicht lange dauern, bis Küffer seine eigenen Reime zu zimmern begann.

Bis heute hat der 40-Jährige unter dem Namen Tommy Vercetti eine ganze Menge Mixtapes herausgegeben, in verschiedenen Kollaborationen mitgewirkt und mit zwei Soloalben die Hitparade gestürmt. Die Geburtstagsfeier zum Schweizer Mundart-Rap habe ihn gerührt, sagt Küffer im Zoom-Meeting. «Ich bin stolz, Teil einer Gruppe zu sein, die mit viel Herzblut etwas geschaffen hat, das Einfluss, Gewicht und Originalität hat.»

Den ganzen Artikel (Der Bund 11.6.21) gibts hier zu lesen

«Hundsfottige Hyänen»

Frau Feuz auf Rachefeldzug gegen die Steuerverwaltung.

Frau Feuz: SCHERGEN! BLINDSCHLEICHEN! GARSTHAMMEL! DICKSÄCKE!
Nachbar (durchs Loch in der Küchendecke): Was ist denn bei dir unten los, Feuz?!
FF: Ich übe. NIEDER MIT DIR, BRUT DER FINSTERNIS!
NB: Und was genau übst du?
FF: Rachefeldzug.
NB: Gegen wen?
FF: Die Steuerverwaltung.
NB: Aha. Und warum?
FF: Weil die mir das Leben zur Hölle macht. HINFORT MIT EUCH, IHR HUNDSFOTTIGEN HYÄNEN!
NB: Diese Schiller-Nummer nennst du Rachefeldzug?! Feuz, wir müssen an deinem Gewaltpotenzial arbeiten.
FF: Der Schlämperlig ist mächtiger als der Sackhegel. Ausserdem kann ich auch anders. Ich hab gestern «Kill Bill» geschaut und weiss jetzt, wies geht.
NB: Ähä. Vor drei Wochen hattest du einen halben Nervenzusammenbruch, weil du ein Gramm Ameisen ins Jenseits befördert hattest. Und jetzt willst du eine Vendetta anzetteln? Was genau willst du denn tun ausser fluchen? Jemanden schubsen?

Die ganze Poller-Kolumne (Der Bund 2.6.21) gibts hier zu lesen.

Brummer und Engelsstimmen

Der Kinder- und Jugendchor des Berner Münsters erfreut sich regen Zuwachses. Das liegt auch an den kreativen Arbeitsmethoden des Chorleiter-Ehepaars, wie ein Probenbesuch zeigt.

Foto: Enrique Muñoz García

Die 20 kleinen Löwen sind gerade aus tiefem Schlaf aufgewacht. Sie gähnen ausgiebig, strecken und recken sich, pusten Sand aus dem Fell und versuchen sich dann in gefährlichem Löwengebrüll. Diese Szene spielt sich nicht etwa in einer BBC-Tierdokumentation ab, sondern im Kirchgemeindehaus der Französischen Kirche in Bern. Die Wildkätzchen sind die jüngsten Mitglieder des Berner Münster Kinder- und Jugendchors (BMKJC), alle zwischen sechs und neun Jahren alt, und wärmen mit den Löwenübungen spielerisch Körper und Stimme auf. Die Kinder sind offensichtlich mit Elan und Freude bei der Sache.

Die ganze Reportage gibt’s hier zu lesen.