Liebenswert suboptimal

Drei Antihelden, ein VW-Bus und viele grosse Lebensfragen: In seinem neusten Bühnenprogramm «Der Suboptimist» beweist sich Christoph Simon einmal mehr als begnadeter Figurenzeichner.

«Wer bin ich, was will ich sein und wie werde ich, was ich sein will?» Es sind die richtig grossen Fragen, die Christoph Simon in seinem neuen Bühnenstück «Der Suboptimist» umtreiben. Aber Christoph Simon wäre nicht Christoph Simon, würde sein viertes Programm in einen philosophischen Exkurs ausarten, an dessen Ende Erleuchtung steht. Vielmehr nimmt der Berner Kabarettist die Zuschauerschaft im La Cappella mit auf eine vergnügliche Reise im VW-Bus. An Bord des Mobils: drei Charaktere, deren Leben vielleicht nicht immer ganz optimal verläuft.

Zur ganzen Besprechung von Christoph Simons Bühnenprogramm «Der Suboptimist» gehts hier

Die Glas-halb-voll-Band

Berns dienstälteste Sonnenschein-Band Open Season hat ein neues Album: «Rocksteady» ist eine Rückkehr zu den Wurzeln.

Er versuche gerade, sich auf der Eisbahn nicht den Hals zu brechen, sagt Santosh Aerthott, als ihn der Anruf der Journalistin ereilt. Aerthott ist der Frontmann von Open Season, einem musikalischen Unterfangen, das man so gar nicht mit Eis und geschliffenen Kufen, sondern vielmehr mit karibischem Sonnenschein in Verbindung bringt. Seit ihrer Gründung vor rund 20 Jahren haben sich Open Season nämlich dem Reggae, Ska und Rocksteady verschrieben.

Den ganzen Artikel zu Open Season (Der Bund 19.2.20) gibst hier

Liebe Pulmex

Du warst stets ein sicherer Wert in meinem Leben. Eine Institution, der Fels in der Brandung, ein Leuchtturm in dunklen Zeiten. Denn seit jeher signalisieren dein gelbes Aluminium-Kleid und dein Kampfer-Rosmarin-Geruch, dass nun alles gut wird. Trost aus der Tube. Heisst natürlich auch, dass du überhaupt erst ins Spiel kommst, wenn einiges nicht mehr gut ist. So wie kürzlich, als Frau Feuz krank darniederlag. Natürlich googelte ich die Symptome des Coronavirus. Und zur Sicherheit auch noch gleich Sars, Ebola und die Maul- und Klauenseuche. Die Internetrecherche ergab: Ich hatte alles davon.

Die ganze Poller Kolumne (Der Bund 18.2.20) gibts hier

Lieber Edwin Rist

Über dich ist letztes Jahr ein Buch veröffentlicht worden. Gerade einmal 22 Jährchen jung warst du, als sich die darin geschilderten Vorkommnisse ereigneten. Wenn nun jemand mit so wenig Lenzen auf dem Buckel ein Buch gewidmet bekommt, hat diese Person entweder etwas richtig Grossartiges vollbracht, wie zum Beispiel ein Reich erobert. Oder etwas wahnsinnig Dummes getan, wie zum Beispiel ein Reich erobert.

Das Buch über dich heisst «Der Federndieb», weil du ja tatsächlich nur Federn geklaut hast. Nun gut, es waren richtig teure Federn von exotischen und zum Teil sehr alten Vögeln. Und besagte Vögel waren ja auch noch dran an den Federn, die du 2009 aus dem Natural History Museum in der englischen Kleinstadt Tring mitlaufen liessest. Total 299 Vogelpräparate hast du in deinem Koffer aus dem Museum getragen, derweilen der Wachmann offenbar ein Fussballspiel guckte.

Die ganze Poller-Kolumne (Der Bund 29.1.20) gibts hier zu lesen