Getanzte Schwerelosigkeit

In ihrer 13. Produktion «Zwischen_Bäumen» kehrt die Lufttanzkompanie Öff Öff nach Bern zurück und verwandelt den Dählhölzliwald in eine mythische Traumlandschaft.

oeff oeffSie dürfte mit ihren waghalsigen Stücken Akrophoben Albträume sondergleichen bescheren, die Tanzkompanie Öff Öff, denn das Ensemble hat sich Unterfangen in luftiger Höhe verschrieben. 1997 von Heidi Aemisegger und Regula Mahler ins Leben gerufen, hat Öff Öff bis heute 12 Produktionen gezeigt und steckt momentan mitten in den Proben zum 13. Streich. Fast wäre es aber gar nicht so weit gekommen. 2013 verliess Co-Gründerin und Leiterin Heidi Aemisegger das Öff-Öff-Schiff, weil die Kompanie mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, da weder städtische noch kantonale Kulturfördergremien Gelder zu einem geplanten Grossprojekt zusteuern wollten.

Den ganzen Beitrag in der Bund vom 16.8.18 hier online lesen

République Géniale

Kunstmuseum Bern und Dampfzentrale Bern rufen gemeinsam die République Géniale aus. Während drei Monaten werden 20 Produktionen gezeigt, welche Kunst, Musik, Performance und Architektur vereinen und das Publikum zum Mitmachen einladen. «Die République soll als Spielwiese des Experimentierens und Denkens fungieren», sagt Nina Zimmer, die Direktorin des Kunstmuseum Bern. Hier gehts zum ganzen Beitrag  für Radio RaBe.

Zirkus Chnopf sucht neuen Standort

IMG_2424Auf der Warmbächlibrache stehen zur Zeit wieder die bunten Wagen des Zirkus Chnopf, denn dieser zeigt dort bis Sonntag sein neues Programm «Gugus». Die insgesamt 16 Wagen und 7 Traktoren haben dieses Jahr zum letzten Mal die Warmbächlibrache angefahren, weil diese in Bälde überbauen werden wird. Für den Chnopf bedeutet dies, dass ein neuer Standort gefunden werden muss. Das sei gar nicht so einfach, sagt Gesamtleiter Konrad Utzinger.  Hier gehts zum ganzen Beitrag bei Radio RaBe

JungreporterInnen gesucht!

Bildschirmfoto 2018-07-29 um 12.13.38Was macht ein Zeitforscher und wie misst man eigentlich die Zeit? Was bedeutet zeitgemäss und was unzeitig? Als Jungreporter/in für Radio Antenne berichtest du über Themen rund um Zeit und und über musikalische Zeitreisen am Musikfestival Bern, das vom 5.- 9. September unter dem Motto «unzeitig» stattfindet. Du lernst das Radiohandwerk von Profis, bist vor Ort live auf Sendung und gestaltest eigene Radiobeiträge. Für Jugendliche im Alter von ca. 13-16.

Leitung: Gisela Feuz, Kulturredaktorin Radio RaBe, Thomas Meyer, Musikjournalist SRF

Daten: Samstag/Sonntag 18./19. August 2018, 11–17 Uhr, Samstage 25. August / 01. September 2018, 11–17 Uhr, Zwischen 5.-9. September 2018 ein Reporter-Einsatz am Musikfestival Bern nach Absprache

Der Workshop ist kostenlos, Anmeldeschluss 10. August 2018, alle weiteren Infos gibts hier

Open-Air-Aerobic-Club Gurten

kraftklub«Leute, die alles können, gehen mir auf den Sack», grummelt ein Festivalbesucher beim Konzert von Angus & Julia Stone in seinen Bart, als Frau Stone zum Bass greift, nachdem sie vorher schon Gitarre und Trompete bedient und mit tadelloser Singstimme aufgewartet hat. Die australische Multiinstrumentalistin steht am Freitagnachmittag zusammen mit ihrem Bruder Angus und zugehöriger Band auf der Hauptbühne des Gurtenfestivals und bietet Folksongs dar, die durchaus gefallen.

Es ist, also würde sich ein wohlig warmer Retro-Sepia-Filter über die noch spärlich bevölkerte Gurtenwiese legen, sobald Angus & Julia Stone ihr Konzert beginnen. Mal filigran-akustisch, mal neo-noir-rockig wird da mit klassischer Rockbandbesetzung inklusive Geige, Banjo und Bontempi-Orgel agiert und der perfekte Soundtrack für ein Publikum geliefert, das um diese Uhrzeit teilweise noch den Zweitageskater miauen hören dürfte.

Den ganzen Beitrag zum Gurtenfestival von FR & SA in Der Bund vom 16. Juli hier lesen

Sci-Fi-Welten bauen

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Bild: Kyle De Silva (Pinterest)

Eigentlich habe sie nach dem Praktikum ja die Uni besuchen wollen. Als Weta Workshop ihr aber noch während des Praktikums einen Job angeboten habe, habe sie keine Sekunden gezögert, sagt Rebekah Tisch. Auch heute noch, 15 Jahre später, bezeichnet Tisch ihren Beruf als Traumjob. Das neuseeländische Unternehmen Weta Workshop hat sich auf Spezialeffekte für Filme spezialisiert und hat zum Beispiel einen Grossteil der physischen Objekte entwickelt, welche in Peter Jacksons «Herr der Ringe» zu sehen sind. Das Kreieren von Charakteren mache ihr persölich am meisten Spass, sagte Tisch, weil dabei künstlerisches Handwerk mit Soziologie, Ethnologie, Anthropologie gekoppelt werde. Bei der 18. Ausgabe des NIFFF, dem Fantastic Film Festival in Neuchâtel, gab die 33-jährige Einblick in ihr Schaffen.

Rebekah Tisch, sie betreiben bei ihrer Arbeit «World Building», Sie bauen also neue Welten für fantastische Filme. Ist es einfach, sich eine neue Welt auszudenken?
Beim World Building designen wir von Grund auf komplett neue Welten. Dabei starten wir mit dem grösseren Rahmen, kreieren ein Universum oder Planeten, dann zoomen wir rein, entwerfen Kontinente, Städte, Gebäude und gehen so immer weiter ins Detail. Eine komplett neue Welt zu kreieren ist eine ziemliche Herausforderung, weil wir uns dabei von unserer eigenen etablierten Gesellschaft gedanklich loslösen müssen. Unsere Welt funktioniert ja nach einem bestimmten Regelwerk. So definieren zum Beispiel physikalische Gesetze, was in unserer Welt passieren kann oder könnte. Von diesem Regelwerk müssen wir uns lösen und ein neues, eigenständiges designen. Das ist etwa gleich schwierig, wie wenn man sich eine neue Farbe vorstellen müsste.

Das ganze Interview mit Rebekah Tisch hier bei Radio RaBe lesen

Gurtenfestival 2018

Über 70’000 Menschen werden nächste Woche auf den Berner Hausberg pilgern, wenn das Gurtenfestival zu seiner 35. Ausgabe lädt. Während auf den verschiedenen Bühnen insgesamt 69 Bands auftreten, sorgt hinter den Kulissen Carlo Bommes dafür, dass alles reibungslos verläuft. Seit 18 Jahren ist Bommes der Gesamtleiter des Gurtenfestivals und zuständig für Infrastruktur und Sicherheit.
Hier gehts zum ganzen Beitrag bei RaBe und hier zum Interview mit Carlo Bommes in Der Bund (5. Juli 2018)

Apokalypsenbuben

«Itz mau Apokalypse» fordern die Kummerbuben auf ihrem neuen Album, wobei bei der gestrigen Taufe in der Dampfzentrale die Temperaturen befürchten liessen, dass der Weltuntergang tatsächlich unmittelbar bevorstehe. Als einem auf den Zuschauerrängen der Schweiss über den Rücken in die Unterhose lief, wähnte man sich zwischenzeitlich wahrhaftig auf dem Patrouillenboot des Captain Benjamin Willard im kambodschanischen Dschungel. Im Gegensatz zu Willards Unterfangen in Francis Ford Coppolas oscargekröntem Monumentalstreifen «Apocalypse Now» steuerten die Kummerbuben ihren Kahn gestern aber ohne Verluste ans Ziel. Dies auch dank einem formidablen Kapitän.

«I really care, do you?» fragt Apokalypsenbube Jäggi auf seinem Shirt

Die Rolle des Kapitäns hatte Dirigent Droujelub Yanakiew inne, denn die Herren Kummerbuben standen ja nicht alleine auf der Bühne, sondern zusammen mit dem rund 80-köpfigen Projektorchesters Variaton, mit dem sie «Itz mau Apokalypse» eingespielt haben (das Mutterschiff hat hier ausführlich berichtet). Die sechs neuen Kummerbuben-Songs wurden gestern Abend mit Sinfonien von Gustav Mahler gepaart, also demjenigen österreichischen Komponisten, der am Übergang von der Spätromantik zur Moderne steht. Es zeigte sich, dass Mahlers musikalische Aufarbeitungen von Themen wie Lebenssinn, Tod, Erlösung und Liebe bestens zum abgründigen und morbiden Pathos der Apokalysobuben passt. Continue reading

Warum Public Viewing wichtig ist

Liebe WM-Nichtmöger,

pollerNirgends könne man mehr hin, überall werde man von diesem elenden Fussball-Seich belästigt, bemerkte kürzlich eine Dame aus dem Bekanntenkreis etwas säuerlich. «‹Nirgends› und ‹überall› gehören in die Kategorie der Pfui-Wörter, weil sie verallgemeinernd und drum selten adäquat sind», hörte Frau Feuz die Deutschlehrerin aus sich heraus dozieren. «Ausserdem gibt es diverse Orte, wo kein Fussball läuft. Zu Hause im Bett zum Beispiel.» – «Also da jubeln auch alle, wenn er drin ist», wandte ein anwesender Zeitgenosse ein, was der Ernsthaftigkeit des Gesprächs nicht gerade zuträglich war.

Hier gehts zur ganzen Poller-Kolumne in Der Bund vom 26.Juni 2018

Einshoch6: Hip Hop trifft Klassik

Klassische Musik ist nicht unbedingt diejenige Musik, welche man als erstes mit Jugendlichen in Verbindung bringt. Hip Hop schon viel eher. Wenn man nun der Jugend die Klassik näher bringen möchte, warum kombiniert man sie dann nicht einfach mit Hip Hop? Diese Überlegung hat die deutsche Band Einshoch6 angestellt und flugs ein entsprechendes Crossover-Projekt ins Leben gerufen.

Am Freitag 29. Juni sind Einshoch6 im Berner Stadttheater zu Gast und spielen dort zusammen mit dem Berner Symphonieorchester ein Familien-Konzert. Mit dabei beziehungsweise vorne dran steht: KTB-Chefdirigent Kevin John Edusei. Herr Edusei, sagen Sie mal: Wie Wie viele Hip Hop-Platten haben Sie Zuhause in der Plattenkiste stehen? Ganzer Beitrag bei Radio RaBe