Bilanz zum Ghost Festival

Welle der Solidarität und 1.2 Mio für Schweizer Musikschaffende dank dem Ghost Festival – wir freuen uns sehr! Das Interview dazu gibts im Tages-Anzeiger.

War das zu verkopft? Inhaltslos? Oder eben genau richtig? Das Konzept des Ghost Festival war auf jeden Fall mutig: Musikfans sollten Tickets für einen Event kaufen, bei dem nichts passieren würde, wo es nichts zu sehen und hören gab. Doch die Idee ging auf: 34’500 Menschen haben letztlich die Solidaritätsaktion unterstützt.

Am Montag konnten die Verantwortlichen hinter dem Festival eine erste Bilanz ziehen und vermelden: 1,2 Millionen Franken wurden allein über den Ticketverkauf eingenommen – der Verkauf von Merchandise läuft noch bis am 14. März. Doch was passiert jetzt genau mit dem ganzen Geld? Und wie profitieren die Künstlerinnen und Künstler davon? Gisela Feuz, Medienkoordinatorin des Festivals, beantwortet die offenen Fragen.

Das ganze Interview zum Ghost Festival (Tages-Anzeiger 4.3.21) gibts hier.

Asoziale Fasnachtströten

Frau Feuz versucht sich in Heimfasnacht und zettelt eine Fehde an.

Frau Feuz: ALAAAAAAAFFFFFFF!!
Nachbar (durchs Loch in der Küchendecke): Feuz, was zum Teufel ist denn bei dir unten los?
Frau Feuz: Ich feiere Fasnacht.
Nachbar: Du bist Fasnächtlerin???
Frau Feuz: Nein, nicht wirklich. Aber in Luzern haben sie Staatstrauer ausgerufen und in
Basel stehen sie kurz vor dem kollektiven Selbstmord. Da kann man sich doch auch mal
bisschen solidarisch zeigen, nicht?! ALAAAAAAFFFFFFFF!
Nachbar: Du weisst aber schon, dass man «Alaaf» in Köln rumschreit und nicht in der
Schweiz, oder?!
Frau Feuz: Ach, Alaaf, Ahoi, Urknall, Karneval, Fasnacht, Fasching, fünfte Jahreszeit, ist doch alles Hans was Heiri, MORGESTRAAAAAAICH, VORWÄRTS, MARSCH!! Ich mach jetzt eine Cortège von der Küche ins Wohnzimmer, dort löte ich drei Liter Kafi Zwetschgenlutz und werfe Konfetti durch die Gegend.Dann weiberfasnachte ich mit Pauken und Trompeten ins Gästezimmer mit Zwischenstopp im Entree beim Holdrio Stand, dann sühudiumzuge ich Richtung Schlafzimmer, dort flötle ich bisschen am Piccolo rum und zum Endstreich schunkle ich wieder zurück in die Küche.

Die ganze Poller-Kolumne (Der Bund 17.2.21) gibts hier zu lesen

Danke, Ihr Feuzität!

Frau Feuz bedankt sich beim prominenten Namensvetter für die erhebenden Zeitungsüberschriften.

Nachbar (NB) durchs Loch in der Küchendecke: Feuz, was machst du?
Frau Feuz (FF): Psst, Ruhe! Ich schreib dem Feuz einen Brief.
NB: Deinem Chef?
FF: Nein, dem anderen. Dem Skifahrer.
NB: Und warum?
FF: Ich will mich bedanken.
NB: Ach ja? Ich habe gemeint, dass es dich nervt, wenn immer alle fragen, ob du mit ihm verwandt seist.
FF: Ja schon. Aber gleichzeitig les ich derzeit dank ihm so nette Dinge über mich in der Zeitung. «Feuz – die Krönung des Genies» oder «Feuz im Reigen der Allergrössten». Und hier, schau mal: «Feuz und das Monster», das wärst dann wohl du, hihi.
NB: Pfff. Du weisst aber schon, dass mit diesen Überschriften nicht wirklich du gemeint bist, oder?
FF: Ach, papperlapapp. Da muss man jetzt auch mal ein bisschen grosszügig sein. Feuz ist Feuz. Der Name klingt halt einfach auch schon toll. «Feuzzzzz», da steckt Dynamik drin, Energie, Schneid, Verwegenheit, Courage…
NB: Für mich klingt das eher nach rotem Filzhut.
FF: Bullshit, wie der Zürcher sagt. Aus dir spricht der pure Neid. Das prallt an mir ab wie eine Schneeflocke am Käsedress. «Feuz trotzt allen Widrigkeiten», «Vor Feuz verneigt sich sogar der Herminator», das find ich richtig gut. Könntest du dich künftig bitte auch vor mir verneigen? Und mich mit «Ihre Majestät» ansprechen? Oder noch besser: «Ihre Feuzität»?

Die ganze Poller Kolumne in Der Bund (28.1.21) gibst hier zu lesen.